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aus Wikipedia


Nikolaus Walther Klehr (* 1944) ist ein Münchener Dermatologe, der durch eine umstrittene Therapieform für Krebserkrankungen bekannt wurde.

Dabei handelt es sich um eine spezielle Form einer Eigenbluttherapie, die unter der Bezeichnung Autologe Target Cytokine (ATC) patentiert ist.[1] Die zellulären Bestandteile des Patientenblutes sollen so verändert werden, dass die hierbei freigesetzten immunaktiven Substanzen nach Reinjektion in den Körper die Immunabwehr des Patienten stärken können.[2] Neben diesen Therapien bietet Klehr auch Testverfahren für Krebs an.

Die Fachöffentlichkeit lehnt Klehrs Tätigkeit außergewöhnlich scharf ab.[3] In keinem Fall habe seine Methode den tödlichen Verlauf der Krebserkrankungen aufhalten können.[4] Aufgrund unhygienischer Verarbeitungsprozesse wurde Klehrs Labor 2000 von der Gesundheitsbehörde geschlossen.[5]

„Herr Klehr verspricht Patienten einen Behandlungserfolg mit seiner Methode oder durch seine Methode, den er in keiner Weise belegen kann und den er auch nicht einhalten kann.“

Hermann Schulte-Sasse, Gesundheitsreferent der Stadt München, 1996 [6].

Die gesetzlichen Krankenkassen lehnen eine Kostenübernahme ab.[7]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Patent DE 3923848 C 2 (Deutsches Patentamt der Bundesrepublik Deutschland, Anmeldetag: 19. Juli 1989, Offenlegungstag: 24. Januar 1991, Patenterteilung: 27. August 1998)
  2. N. W. Klehr: Therapeutische Möglichkeiten zur Verwertung von autologem Tumorgewebe. In: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren. 33. Jahrgang, (10), Oktober 1992, S. 820–826
  3. Nikolaus Klehr auf esowatch.com, abgerufen 11. Juni 2008
  4. Außenseitermethoden in der Onkologie: Eine permanente Herausforderung im Arzneimittelbrief, abgerufen 11. Juni 2008
  5. Eigenblutpräparate: Herstellungs-Erlaubnis ruht. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 98, 2001, A-4/B-4/C-4
  6. Leserbrief. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 93, 1996, A-860/B-732/C-675
  7. Ärzte Zeitung online, nicht mehr abrufbar

Weblinks





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